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Leitbild und KonzeptionUnser Leitbild Vorwort „Kinder sind eine Gabe Gottes!“ So heißt es in der Bibel (Psalm 127,3), und so verstehen wir unseren Auftrag im Kindergarten St. Lambertus Ostercappeln. Gemeinsam mit Vertretern aus Kirchenvorstand und Pfarrgemeinderat der kath. Kirchengemeinde Ostercappeln hat der Kindergarten St. Lambertus dieses Leitbild entwickelt. Darin wird deutlich, dass der Grundauftrag der Kirchengemeinde, den Menschen die Liebe Gottes nahe zu bringen, auch für den Kindergarten gilt. So wie Jesus den Menschen mit Achtung und Liebe begegnet ist, wollen auch wir den Familien, Eltern wie Kindern, begegnen. Beim Erstellen des Leitbildes setzten wir uns mit den religiösen Hintergründen, Werten und übergeordneten Zielen auseinander, die uns in unserer täglichen Arbeit leiten. Ferner wurden pädagogische Prinzipien, unser Bild vom Kind und Visionen für unsere Arbeit diskutiert. So entstand die Grundlage für dieses Leitbild, welches wiederum die Basis für unsere gesamte Arbeit bildet. Danken möchte ich allen, die an der Entwicklung und Ausarbeitung des Leitbildes beteiligt waren. Möge der Kindergarten als Ort des Vertrauens und der Zuversicht, der Freude und der Hoffnung gesegnet sein! Dr. Bernhard Stecker, Pfarrer und Dechant
Unser christliches Menschenbild Für uns ist der Glaube an Gott die Grundlage unseres Lebens und Handelns. Wir sehen den Menschen als Geschenk Gottes an. Gott hat den Menschen nach seinem Bild geschaffen, darum ist jeder Mensch einzigartig und von Gott geliebt. Diese Liebe wurde uns von Gott durch Jesus Christus in einzigartiger Weise offenbart. Darum ist er uns Vorbild für unser Handeln an und mit den Kindern. In unserer Arbeit bedeutet das, dass wir die Kinder so annehmen, wie sie sind mit ihren Stärken und Schwächen. Im Alltag des Kindergartens wird dieses christliche Menschenbild auf vielfältige Weise konkret:
Pastoraler Auftrag Unseren pastoralen Auftrag sehen wir darin, den Kindern und deren Familien den christlichen Glauben zu eröffnen, Glaubenserfahrungen zu ermöglichen und gelebten Glauben in der Gemeinde zu erfahren. Dies versuchen wir unter anderem durch folgende Aktivitäten und Gottesdienste zu verwirklichen: Im Kindergarten:
In der Pfarrgemeinde:
Im sozialen Leben:
Unser Bild vom Kind Kinder sind:
Kinder brauchen:
Wir möchten dazu beitragen, dass Kinder in dieser Weise zu sich selber finden und ihre Möglichkeiten entfalten. Wir verstehen uns dabei als eine familienergänzende und -unterstützende Institution.
Zusammenarbeit mit Müttern und Vätern Die Familie ist ein wichtiger Ort des Angenommen seins, der Wertevermittlung und der Erziehung im christlichen Glauben. Darin sollen die Familien durch den Kindergarten Unterstützung erfahren. Familienleben ist ein Prozess, der ständigen Wandel unterworfen ist. Dies wird auch in der Arbeit des Kindergartens berücksichtigt. Die Zusammenarbeit mit Vätern und Müttern wird in folgenden Punkten konkret:
Die Mitarbeiterinnen und die Leitung im Kindergarten Mitarbeiterinnen und Leitung sind wichtige Bezugspersonen und Vorbilder für die uns anvertrauten Kinder. Aus dieser Position heraus erwarten Eltern, Träger und Kinder unterschiedliche Kompetenzen. Grundlegende Voraussetzung für unsere pädagogischen Mitarbeiterinnen ist die berufliche Qualifikation, sowie die Identifikation mit dem christlichen Glauben und dessen Weitergabe durch eine lebendige Gottesbeziehung. Das Vorleben des eigenen Glaubens und die Bereitschaft zur Auseinandersetzung damit sind wichtige Fähigkeiten in der Zusammenarbeit mit Kindern, Eltern und Kolleginnen. Weiterhin zeichnen sich unsere Mitarbeiterinnen durch einen offenen und wertschätzenden Umgang mit den Kindern und ihren Familien aus, sowie durch Reflexionsfähigkeit, Kreativität und Flexibilität. Darüber hinaus ist unsere Leitung Bindeglied zwischen Team und Träger und repräsentiert den Kindergarten in der Öffentlichkeit. Sie versteht sich als Ansprechpartnerin für die Eltern und verschiedene Institutionen und ist offen für deren Wünsche und Anregungen. Dazu gehört auch vorausschauende Planung und die Weiterentwicklung des Kindergartens in Konzeption und Qualitätsmanagement.
Der Träger des Kindergartens Die Kirchengemeinde St. Lambertus ist der Träger des Kindergartens. Die Aufgabe des Trägers ist es, durch finanzielle und ideelle Unterstützung dafür zu sorgen, dass der Kindergarten seinen pädagogischen und pastoralen Auftrag erfüllen kann. Er hat Verantwortung gegenüber den Kindern, Eltern und den Mitarbeiterinnen. Er ist auch gehalten, seine gesellschaftliche Verantwortung wahrzunehmen und den Blick der politischen Entscheidungsträger auf die Situation der Familien und der Kinder zu lenken.
Unsere Konzeption Lebenssituationen Die Kinder, die unseren Kindergarten besuchen, kommen überwiegend aus dem Ortskern Ostercappeln und zum Teil aus Hitzhausen, Nordhausen, Mönkehöfen und Haaren. Aufgrund der vielen Neubaugebiete wohnen viele der Familien in Einfamilienhäusern. Ein sehr geringer Teil der Eltern ist alleinerziehend, während die Berufstätigkeit beider Elternteile schon 65% beträgt. Der Bedarf an Verlängerter Öffnungszeit wächst stetig. Durch den so entstehenden Zeitdruck, werden viele Kinder mit dem Auto zum Kindergarten gebracht und wieder abgeholt. Weil viele Familien nah beieinander wohnen und manche auch einen weiten Anfahrtsweg haben, nutzen diese die Möglichkeit der Fahrgemeinschaften. Der Ausländeranteil in unserer Einrichtung liegt unter 10%, der Anteil zweisprachig aufwachsender Kinder beträgt 30%. Teilweise haben diese Kinder Probleme im Umgang mit der deutschen Sprache. Obwohl es in Ostercappeln außer unserem Kindergarten auch einen evangelischen Kindergarten gibt, besuchen Kinder beider Konfessionen beide Einrichtungen. Aufgenommen sind auch Kinder, die der Freikirche, dem Islam oder keiner Konfession angehören. Gemeinsam besuchen sie nach der Kindergartenzeit die Grundschule im Ort. Die Kinder wachsen in einer ländlichen Umgebung mit viel Wald am Wiehengebirge auf. Das gemeinsame Spiel unter den Kindern hat einen hohen Stellenwert. Zudem nutzen die Kinder organisierte Freizeitangebote wie z. B. Sportverein, Voltigieren, Musikschule, Tanzen, Ballett und Kinderschola. Wie schon die Schilder an den Ortseingängen zeigen, leben beide Kirchengemeinden im Ort in einer guten Ökumene zusammen, so dass alle Kinder die Möglichkeit haben, an den Angeboten beider Kirchen teilzunehmen. Der Auftrag unseres Kindergartens In Anlehnung an das „niedersächsische Gesetz über Tageseinrichtungen für Kinder“ sowie dem „niedersächsischen Orientierungsplan für Bildung und Erziehung“, liegt der Schwerpunkt unseres Auftrages in der Erziehung, Bildung und Betreuung von Kindern im Vorschulalter. Da wir eine Einrichtung der kath. Kirche sind, ist es unser Auftrag und unsere Überzeugung, religiös - pädagogisch zu arbeiten. Darüber hinaus arbeiten wir familienunterstützend. Dabei fördern wir den Austausch und Kontakt mit den Eltern und geben Einblick in unsere Arbeit. Es ist uns wichtig, die Kinder ganzheitlich zu fördern, um sie für das Leben stark zu machen. Eine unserer Aufgaben besteht darin, Kindern dabei zu helfen, ihre Persönlichkeit zu entwickeln. Das bedeutet für uns zunächst, das Kind da abzuholen, wo es steht und einen Lebensraum zu schaffen, wo es Vertrauen, Sicherheit und Geborgenheit findet. Ein weiterer Aspekt unseres Auftrages liegt in der Förderung des Sozialverhaltens. Um sich auf eine soziale Gemeinschaft einzulassen, ist es eine Grundvoraussetzung sich selbst anzunehmen. Wir helfen den Kindern ihr Selbstbewusstsein zu stärken, um auch andere Menschen mit ihren Bedürfnissen wahrzunehmen und zu akzeptieren. Wir vermitteln christliche Werte, bringen aber auch anderen Kulturen Wertschätzung entgegen. Das Lernen in alters- und geschlechtsgemischten Gruppen und die Gleichberechtigung von Jungen und Mädchen sind Bestandteil unserer Arbeit. Die Stärkung der Kreativität und Phantasie nimmt bei uns einen besonderen Stellenwert ein. Wir unterstützen die Kinder bei der Entdeckung und Eroberung ihrer Umwelt. Das Spiel ist ein wesentliches Merkmal der kindlichen Entwicklung. Kinder lernen im und durch das Spiel. Darum sehen wir es als eine Aufgabe die Spielfähigkeit zu fördern und den nötigen Handlungsfreiraum dafür zu schaffen. Es ist unser Anliegen den Kindern Zeit und Raum zu geben, in der sie sich in ihrer Selbständigkeit erproben können. Dabei ist der von Maria Montesouri geprägte Satz „Hilf mir, es selbst zu tun“ unser Leitgedanke. Pädagogischer Ansatz Im Mittelpunkt unserer Planung steht das Kind. Das heißt, dass wir unsere Arbeit nach den Interessen und Bedürfnissen des Kindes ausrichten. Die Berücksichtigung der verschiedenen Lebensumstände, der Altersstufen und des Entwicklungsstandes ermöglichen uns eine individuelle Erziehung. Außerdem beziehen wir in unsere Planung die Bildungs- und Lerngeschichten, die im Jahreskreis stattfindenden Feste, und die unterschiedlichen Bildungsbereiche mit ihren Zielen ein. Wir beobachten die Kinder intensiv. In dem Wort Beobachten steckt auch beachten und gerade dieses Beachtet werden, empfinden die Kinder als etwas ganz besonderes. „Ich bin wichtig und das was ich tue ist so wichtig, dass die Erzieherin ganz genau hinsieht und es sogar aufschreibt.“ Unser Blick auf das Kind ist stets wohlwollend und auf sein Können gerichtet, denn wir wollen an den Stärken und Interessen der Kinder anknüpfen. Die so wahrgenommenen Situationen sammeln wir und werten sie anschließend aus. Oft ergeben sich daraus Themenschwerpunkte, die uns zu einem großen oder mehreren kleinen Projekten innerhalb des Kindergartens führen, über die wir die Eltern informieren. Bei der individuellen Planung für die einzelne Gruppe achten wir darauf genügend Raum für spontane Ideen der Kinder zu lassen. Im Verlauf eines Projektes ist regelmäßige Reflektion erforderlich, um zu spüren ob ein Thema erweitert oder beendet werden kann.Religionspädagogik Der
Kindergarten St. Lambertus versteht sich als ein bedeutender Teil der
Kirchengemeinde. Durch die religiöse Erziehung im Kindergarten tragen wir dazu
bei, eine Verbindung zwischen Glauben und Kirche aufzubauen. Um einen möglichst
positiven Grundstein zum Glauben legen zu können, bieten wir abwechslungsreiche
Inhalte zu diesem Thema an. Dabei werden wir von der Gemeindereferentin
zeitweise unterstützt. Wir
bereiten die Umgebung so vor, dass das Kind durch Bilder, Bilderbücher, religiöse
Kinderlieder und andere Materialien mit christlichem Gedankengut bekannt
gemacht wird. Das Kreuz sowie andere Symbole des christlichen Glaubens sind
vorhanden und werden erklärt. Durch die
Teilnahme an vielfältigen religiösen Lebensinhalten (z.B. christliche Feste, Geburt,
Taufe, Tod) wird das Vertrauen der Kinder in den christlichen Glauben gestärkt.
Es ist uns wichtig zu vermitteln, dass sie von Gott bedingungslos geliebt und
angenommen sind. So werden in
unserem Kindergarten Feste wie St. Martin, Nikolaus, Weihnachten, Ostern usw.,
nicht allein aus Gründen der volkstümlichen Tradition mit den Kindern gefeiert,
sondern es werden insbesondere die christlichen Momente hervorgehoben. Die
Gemeinschaft im Glauben erfahren wir in Wortgottesfeiern. Gerade durch
die ländliche Umgebung ist es uns möglich die Kinder für Geschehnisse in der
Natur zu sensibilisieren. Sie werden angeregt, die Schöpfung zu bestaunen und
dafür dankbar zu sein. Da nicht
nur katholische Kinder die Einrichtung besuchen, entwickeln die Kinder auch
eine Neugierde gegenüber anderen Glaubensrichtungen, die in unserem
Kindergarten aufgegriffen und wertgeschätzt werden. Um die
Religionspädagogik für die Eltern über den Kindergarten hinaus unterstützend zu
gestalten, sind wir jederzeit für Fragen der Eltern diesbezüglich offen. Das Kind im Mittelpunkt Es geht mir gut Daher müssen Kinder zuerst einmal die Gelegenheit haben ihre Grundbedürfnisse zu befriedigen. Dazu gehören: Essen und Trinken, Ruhe und Bewegung, Zuwendung und Körperkontakt, Freiräume und Sicherheit, Geborgenheit und vor allem sinnliche Erfahrungen. Die Chance selbständig zu werden, bzw. zu sein. Das Kind bringt viele Fähigkeiten und Fertigkeiten mit, wenn es zu uns in den Kindergarten kommt. Es kann ohne Leistungsdruck, mal mit oder auch ohne Unterstützung in verschiedenen Bereichen aktiv werden. Hierbei übernimmt es mal die bestimmende Rolle oder es lässt sich von anderen führen. Die Erzieherin als Partner Wir stehen dem Kind als verlässliche Bezugspersonen zur Seite, um ihm Vertrauen, Sicherheit, Liebe, Zuwendung, Lob und Anerkennung zu schenken. Wir holen das Kind da ab, wo es steht und geben ihm Zeit für seine individuelle Entwicklung. Beobachten und Beachten sind die Grundlagen unserer pädagogischen Arbeit. Eine überschaubare, Sicherheit gebende Umgebung Das Kind braucht für seine ganzheitliche Entwicklung unter-schiedliche Spielräume. So bieten wir den Kindern z. B. Bereiche für: - Bewegung drinnen und draußen - Entspannung - Gesellschaftsspiele - Rollenspiele - Bau- und Konstruktionsspiele - Wissenserweiterung - Literaturpflege - Experimente - kreative Förderung - Essen und Trinken Durch das Raumteilverfahren in unseren vier Gruppenräumen, sowie den Nebenräumen und dem Außengelände, stehen dem Kind vielfältige Entfaltungsmöglichkeiten zur Verfügung. Stärkung der emotionalen Sicherheit Der Mensch wird am DU zum ICH, das heißt jedes Kind braucht mindestens eine verlässliche Bindung, um ein Selbstvertrauen zu entwickeln und so offen und neugierig die Umwelt zu entdecken. Hierbei braucht das Kind das Gefühl der uneingeschränkten Annahme, sowie Freiheiten aber auch Grenzen. Es muss sich spüren, seinen Körper wahrnehmen, sich wohl in seiner Haut fühlen und nicht zuletzt sein eigenes Gleichgewicht finden – körperlich wie seelisch. Auch der Glaube, Vorbilder, Freunde und immer wiederkehrende Rituale sind für die emotionale Sicherheit wichtig. Kinder unter drei Jahren Altersgemischte Gruppen bieten ein großes Entwicklungspotenzial für Kinder unter drei Jahren. Zugleich stellen sie hohe Anforderungen an die Erzieherinnen, da das Ziel ist, alle Kinder in ihrer je eigenen Entwicklung zu begleiten und zu unterstützen. Besonders wichtig ist es für die jüngeren Kinder, eine feste Bezugsperson in der Gruppe zu haben. Die Aufnahme von Kindern unter drei Jahren ist bei uns möglich, wenn für jedes Kindergartenkind unter drei Jahren die Gruppenstärke um ein Kind verringert werden kann. Voraussetzung für die Aufnahme unter dreijähriger ist, dass die Eltern bereit sind, sich im besonderen Maß Zeit für die Unterstützung ihres Kindes bei den ersten Schritten im Kindergarten zu nehmen. Nur wenn die Kinder sich sicher und wohl fühlen, kann die Aufnahme jüngerer Kinder im Kindergarten gelingen. Wir arbeiten nach dem Berliner Eingewöhnungsmodell. Dieses sieht unter anderem eine schrittweise Eingewöhnung gemeinsam mit einer familiären Bezugsperson über einen längeren Zeitraum vor. Das Freispiel „Kinder sollen mehr spielen als viele es heutzutage tun. Denn wenn man genügend spielt, solange man klein ist, dann trägt man Schätze mit sich herum, aus denen man später ein Leben lang schöpfen kann. Dann weiß man, was es heißt, in sich eine warme Welt zu haben, die einem Kraft gibt, wenn das Leben schwer wird.“ (Astrid Lindgren) Spielen geschieht bei uns immer und überall: Im Gruppenraum, auf dem Spielplatz, im Wald … Das Spiel ist die Lernform für Kinder. Im freien Spiel ist das Kind mit all seinen Fähigkeiten und Sinnen aktiv: Es muss sich konzentrieren, handelt selbständig aus sich heraus, verarbeitet Erlebtes, erfährt die Wirkungen seines Handelns, entdeckt Zusammenhänge und es erlebt das Miteinander mit anderen Spielkameraden. Kinder, die viel und intensiv spielen, entwickeln somit ihre Sozialkompetenz und ihre emotionalen, kognitiven und motorischen Fähigkeiten. Das Spiel dient der ganzheitlichen Persönlichkeitsentwicklung des Kindes. Folglich ist es ein Selbstbildungsprozess, in dem das Kind alle Grundlagen für die Zukunft erwirbt. Eine wichtige Voraussetzung zum guten Spiel ist der Raum, den wir gemeinsam mit den Kindern entsprechend der momentanen Bedürfnisse gestalten. Das gute Spiel bietet Gelegenheit und Zeit zum Ausprobieren und Wiederholen des Spiels. Für jede Altersstufe der Kinder stehen bei uns Materialien mit Aufforderungscharakter in den verschiedenen Spielbereichen zur Verfügung. Elternarbeit Uns ist eine gute Zusammenarbeit zwischen Eltern und Erzieherinnen wichtig, weil sie den Erziehungsprozess am Kind positiv beeinflusst und die Entwicklungs-begleitung unterstützt. Diese Zusammenarbeit ist geprägt durch ein offenes Verhältnis, das auf Vertrauen und Verlässlichkeit beider Seiten aufbaut. Dadurch ist der Kindergarten auch eine Kontaktstelle für Eltern, Schule und ggf. Beratungsstellen. Einen Einblick in die Kindergartenarbeit erhalten die Eltern durch den ersten Elternabend, an dem sie in den üblichen Ablauf und die Gegebenheiten des Kindergartens eingeführt werden. Ebenso bieten wir Elternabende zu aktuellen Themen an. Nach Absprache besteht die Möglichkeit zum Einzelgespräch mit der Erzieherin. Wichtige Kurzinformationen und Besprechungen des Tages werden in „Tür- und Angelgesprächen“ mitgeteilt. Ein intensiverer Austausch über den Entwicklungs-stand des Kindes, über Stärken und Schwächen und eventuelle Probleme findet bei den Elterngesprächs-Tagen statt. In regelmäßigen Abständen besteht für die Eltern die Möglichkeit einer zeitlich begrenzten Integration in den Ablauf des Kindergartens z.B. Offener Stuhlkreis, Teilnahme an den Wortgottesdiensten, Gesundes Frühstück, Begleitung bei den Schwimmkursen der Vorschulkinder. Briefe, Internet und die Gruppenpinnwände informieren die Eltern über Feste und Aktionen. Hierbei haben Eltern und Erzieherinnen eine gute Möglichkeit, sich untereinander kennen zu lernen und aktiv in der Kindergartenarbeit mitzuwirken. Solche Feste und Aktionen sind z.B. Gesundes Frühstück, Sommerfest, St. Martin, Ausflüge, etc. Bei diesen Gelegenheiten wird das Gemeinschaftsgefühl untereinander gestärkt und Freude erlebt. Zwischen den Erzieherinnen, der Kindergartenleitung und dem Elternbeirat (je zwei Vertreter/Innen pro Gruppe) findet ein reger und guter Austausch statt. Beim morgendlichen Elternkaffee im Kindergarten besteht für die Eltern die Möglichkeit untereinander in Kontakt zu kommen, sich kennen zu lernen und auszutauschen. Der Förderverein unseres Kindergartens bietet Eltern eine weitere Möglichkeit sich für den Kindergarten und ihre Kinder einzusetzen. Er unterstützt uns bei Arbeitseinsätzen rund um den Kindergarten, durch einen Stand auf dem Weihnachtsmarkt, Organisation eines Secondhand-Basares und ermöglicht zusätzliche Investitionen durch Mitgliedsbeiträge. Zusammenarbeit der Mitarbeiterinnen Um eine zielgerichtete pädagogische Arbeit leisten zu können, ist eine intensive Zusammenarbeit im Team erforderlich. So werden z.B. im morgendlichen „Blitzlicht“ wichtige Informationen weitergegeben und Absprachen für den Tag getroffen. Bei der wöchentlichen Teambesprechung wird die Arbeit am Kind gemeinsam geplant, besprochen und reflektiert. Zum Gelingen der Aktivitäten sind eine sinnvolle Arbeitsteilung, gemeinsame Verantwortung und gegenseitige Unterstützung notwendig. Weitere Inhalte sind z.B. Berichte und Diskussionen über Fortbildungen, Leitungsrunden und aktuelle Themen. Außerdem findet zwischen den Erzieherinnen innerhalb der Gruppen ein regelmäßiger Austausch über die Kinder und die Arbeit statt. Anleitung und Beratung von Praktikanten Grundsätzlich geben wir jungen Menschen die Möglichkeit das Tätigkeitsfeld des Erziehers durch ein Berufsfindungspraktikum der Haupt-, Realschule und des Gymnasiums kennen zu lernen. Wir leisten Unterstützung und Anleitung bei der Ausbildung zum Sozialassistenten und Erzieher in Zusammenarbeit mit den verschiedenen Fachschulen. Eine Begleitung von Praktikanten der Fachschulen aus unserer Umgebung bietet uns vielerlei: So hält uns die Arbeit mit ihnen am „Puls der Zeit“. Die eigene Arbeit wird hinterfragt und es gibt immer wieder die Möglichkeit eine Verbindung zwischen Theorie und Praxis zu schaffen. Der Träger des Kindergartens Die Kirchengemeinde St. Lambertus ist der Träger des Kindergartens. Die Aufgabe des Kirchenvorstandes ist es, die vermögens- und arbeitsrechtlichen Belange der Kirchengemeinde zu regeln. Zudem ist er der Dienstgeber der Mitarbeiter/innen im Kindergarten. Durch finanzielle und ideelle Unterstützung sorgt er dafür, dass der Kindergarten seinen pädagogischen und pastoralen Auftrag erfüllen kann. Er hat Verantwortung gegenüber den Kindern, Eltern und Mitarbeiterinnen und vertritt die Interessen des Kindergartens gegenüber der politischen Gemeinde. Innerhalb des Kirchenvorstandes gibt es den Kindergartenausschuss. Dieser führt zusammen mit der Kindergartenleiterin und einer Erzieherin regelmäßig Besprechungen durch. Ein Vertreter des Kindergartenausschusses nimmt an den Elternbeiratssitzungen teil. Der Pastor unterstützt die religionspädagogische Arbeit des Kindergartens unter anderem durch aktive Teilnahme bei den Wortgottesfeiern. Ein Tag bei uns im Kindergarten Hanna erzählt… Hallo! Ich heiße Hanna und ich zeige euch heute einmal unseren Kindergarten. Papa bringt mich jetzt mit dem Auto in den Kindergarten, weil er gleich danach zur Arbeit fährt. Papa bringt mich rein. Ich laufe schon mal zu meinem Haken im Flur. Hier hänge ich meine Jacke auf und ziehe meine Hausschuhe an. Es gibt noch einen Abschiedskuss für Papa, dann geht es ab in den Frühdienst. Frau Kroll wartet schon auf mich. Zuerst begrüßen wir uns und ich schaue durch die Gruppe. Heute bin ich wieder die Erste! Und dann steht fest: Ich will zuerst die Puppe in der Puppenwohnung wecken, anziehen, mit ihr frühstücken... Kurze Zeit später kommen die anderen Frühdienstkinder Peter, Lukas und Simon. Sie gehen zum Spielen auf dem Bauteppich. Um 08.00 Uhr kommt Frau Kroll zu mir und sagt dass jetzt alle Kinder in ihre Gruppen gehen können. Nachdem die Puppe gewickelt ist und zum Schlafen im Bett ist, gehe ich mit Simon in meine Gruppe. Meine Gruppe ist die Marienkäfergruppe. Hier hänge ich zuerst einmal meine Tasche auf. Dann laufe ich zu Frau Jansing und sage ihr „Guten Morgen“. Frau Jansing lacht und sagt auch „Guten Morgen“. Dann bin ich auch schon in der Puppenecke von der Marienkäfergruppe. Hier gibt es auch eine Puppe und die muss nun auch erst einmal geweckt werden... Inzwischen sind alle Kinder angekommen. Ich durfte mit Frau Wehmann die Gruppenliste ausfüllen. Heute sind 23 Kinder da. Jan und Heiner sind krank. Frau Wehmann fragt uns nun, was wir denn jetzt vorhaben. Ich schaue zu Lisa und Peter. Wir beschließen: Wir wollen gemeinsam ins Bällebad. Das steht im Flur und da dürfen immer vier Kinder zusammen drin spielen. Frau Wehmann sagt: „Klar, wenn da noch drei Plätze frei sind, dann saust los.“ Wir laufen hin und tatsächlich, wir haben Glück. Es ist ganz leer. Turnschuhe aus und ab geht es ins Ballvergnügen. Die Zeit geht ganz schnell um. Als Manuel, Alina und Dominik aus der Sternengruppe in das Bällebad wollen, ziehen wir unsere Hausschuhe an und gehen zurück in unsere Gruppe. Ein Platz am Frühstückstisch ist frei. Das ist gut. Ich habe nämlich Hunger. Lisa und Peter wollen lieber ein Puzzle machen. Ich gehe meine Kindergartentasche holen und setze mich zu Lukas, Franziska und Sophia an den Frühstückstisch. Mama hat mir ein Butterbrot mit Kinderwurst und eine Banane eingepackt. Getränke gibt es im Kindergarten. Ich trinke immer Apfelschorle, die mag ich am liebsten. Nach dem Frühstück stelle ich das schmutzige Geschirr auf ein Tablett. Dann muss ich noch meine Tasche wieder aufhängen. So jetzt kann ich wieder spielen. Es ist 09.30 Uhr. Ich schaue mich um. Am Basteltisch sitzen Lisa, Marie und Vanessa und malen mit Wasserfarbe. Ich frage Peter, ob er mit mir in der Puppenwohnung spielen möchte. Er möchte aber lieber mit Simon frühstücken gehen. Jetzt sind gerade zwei Plätze frei. Ich frage Frau Jansing, ob ich jetzt auch mit Wasserfarben malen kann. Sie sagt: "Natürlich kannst du das! Zieh dir aber vorher bitte einen Malkittel an!" Frau Jansing hilft mir den Knopf hinten zu zumachen. Endlich kann´s losgehen. Ich male ein großes Prinzessinnenschloß mit einem Garten voller Blumen davor und lege es in den Trockenwagen. Peter ist fertig mit dem Frühstück. Er möchte mit mir auf dem Spielplatz spielen. Aus jeder Gruppe dürfen immer zwei Kinder nach draußen gehen, wenn keine Erzieherin auf dem Spielplatz ist. Ich finde die Idee super und wir fragen Frau Wehmann ob wir gehen dürfen. Aus der Marienkäfergruppe ist noch niemand draußen, also dürfen wir. Ich muss noch Hände waschen gehen und den Malkittel ausziehen, dann kann es losgehen. Weil es in der Nacht geregnet hat und der Sand noch nass ist müssen wir unsere Buddelhose und die Gummistiefel anziehen. Um 10.15 Uhr laufen wir raus auf den Spielplatz. Zuerst gehen wir in den Keller um Schaufeln zu holen. Wir wollen eine große Ritterburg aus Sand bauen. Später kommt Franziska und sagt uns, dass wir für den Stuhlkreis wieder reinkommen sollen. Die Buddelhose dürfen wir anlassen, nach dem Stuhlkreis wollen wir alle zusammen nach draußen gehen. Wir ziehen unsere Jacken und Gummistiefel aus und gehen in die Gruppe. Die anderen Kinder warten schon auf uns. Jetzt wo Peter und ich auch auf unseren Stühlen sitzen geht es los. Zuerst beten wir gemeinsam. Wir denken daran, dass Gott immer bei uns ist und uns lieb hat. Als Zeichen für ihn und Jesus brennt unsere Gruppenkerze in der Mitte. Frau Wehmann liest uns eine Geschichte vor und wir singen Lieder. Dann spielen wir noch „Ich bin ein kleiner Brummbär“. Zum Schluss besprechen wir noch Dinge, die für morgen wichtig sind und woran wir denken müssen. Dann ziehen wir uns an um nach draußen zu gehen. Peter und ich sind schneller als die anderen, wir haben unsere Buddelhosen ja schon an. Wir dürfen schon mal vorgehen. Jetzt sind schon viele Kinder draußen. Ich gehe zu Lisa, sie hat sich beim Seilspringen angestellt. Als Lisa endlich springen kann schafft sie 17 Sprünge, ich dieses Mal nur elf. Um 11.35 Uhr hören wir den Gong zur Aufräumzeit. Wir müssen nun alle Spielsachen in den Keller bringen, weil die meisten Kinder gleich schon abgeholt werden. Weil heute Freitag ist, treffen wir uns alle im Abschlusskreis und singen zusammen ein Abschlusslied. Meine Mama holt mich ab. Ich habe mich von Frau Wehmann verabschiedet. Lisa bleibt noch zum Mittagessen im Kindergarten. Konzeption Kindergarten St. Lambertus 2010 (202 KB) |
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