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Themenbereich: Zu christlichem Sterben und Bestattung
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Wie ist der Ablauf einer katholischen Bestattung?
In Ostercappeln und Schwagstorf beginnt eine katholische Beerdigung auf dem Friedhof. In der Friedhofskapelle wird ein kurzer Gottesdienst gehalten, in dem der Abschied vom Verstorbenen im Vordergrund steht. Am Grab wird mit wenigen Gebeten und ausgewählten Zitaten aus der Heiligen Schrift der Sarg ins Grab gelassen. Hier ist auch der Ort für Vereine oder Verbände, denen der Verstorbene angehört hat, Zeichen des Abschieds und der Trauer zu äußern.
Im Anschluss an die Beisetzung wird dann in der Kirche eine Heilige Messe im Gedenken an den Verstorbenen gefeiert. Dort stehen Tod und Auferstehung Jesu im Mittelpunkt, die Hoffnungsbotschaft des christlichen Glaubens im Angesicht des Todes.
In Bad Essen wird häufig die Reihenfolge umgekehrt und das Requiem vor der Beisetzung auf dem Friedhof gefeiert.
Die Feier des Gottesdienstes in der Kirche ist vor allem dann sinnvoll, wenn der Verstorbene und auch die trauernden Angehörigen die Zugehörigkeit zur Kirche und die Mitfeier der Heiligen Messe von Bedeutung waren und sind. In Situationen, wo die Angehörigen in der überwiegenden Mehrzahl nicht der katholischen Kirche angehören, kann auf das Requiem verzichtet werden. In dem Fall wird ein längerer Wortgottesdienst in der Friedhofskapelle gehalten.
 
 
Wen muss ich verständigen und was organisieren, wenn ein Angehöriger verstorben ist?
Alle wichtigen organisatorischen und praktischen Aufgaben, die beim Tod eines Angehörigen anfallen, werden von den Bestattungsunternehmern geregelt.
Der Tod ist für die Angehörigen meist ein sehr starkes emotionales Ereignis, bei dem Trost und Beistand gut tun. Gebete und ein geistliches Wort können dabei eine große Hilfe sein. Zögern Sie daher nicht, wenn Sie den Wunsch verspüren, einen Priester anzurufen, eine hauptamtliche Mitarbeiterin oder Sr. Juliana.
 
 
Was ist ein "Requiem"?
"Requiem" wird der Gottesdienst genannt, der unmittelbar vor oder nach der Beisetzung in der Kirche gefeiert wird. Das Wort leitet sich vom lateinischen Eröffnungsvers ab: "Requiem aeternam dona eis, Domine - Der Herr gebe ihnen die ewige Ruhe".
 
 
Ist eine Feuerbestattung für Christen möglich?
In vielen Kulturen werden die Toten verbrannt und nur die Asche bestattet. Die Christen haben von Beginn an ihre Verstorbenen in Särgen begraben, da ihr Glaube an eine Auferstehung der Toten dies nahe legt.
Wenn wir auferstehen zum ewigen Leben, wird uns von Gott jedoch ein neuer Leib geschenkt. Dies kann sicher auch aus unserer Asche geschehen.
 
 
Was ist mit anonymen Bestattungen?
Bei einer anonymen Bestattung wird der Sarg oder die Urne des Verstorbenen an einer für die Angehörigen unbekannten Stelle beigesetzt. Dies erübrigt eine Pflege der Grabstelle, verhindert aber auch ein Gedenken am Grab des verstorbenen Angehörigen oder Freundes.
Häufig spielen finanzielle Überlegungen bei einer Entscheidung für eine anonyme Bestattung eine Rolle, oder die Ungewissheit, wer die Grabstelle in Zukunft pflegen soll. Zu bedenken ist jedoch, dass der Gang zum Grab für die Trauernden eine wichtige psychologische Funktion hat. Immer wieder müssen wir Abschied nehmen, um das Drama des Todes wirklich zu erfassen. Bei einer anonymen Bestattung fehlt dafür ein wichtiger Ort.
Ebenfalls ist zu bedenken, dass eine anonyme Bestattung nicht später korrigiert werden kann!
 
 
Sind Beerdigungen "in aller Stille" möglich?
Manchmal äußern Sterbende oder Angehörige den Wunsch, dass Beerdigungen in aller Stille stattfinden sollen. Darin kann sich eine Bescheidenheit ausdrücken oder das Unbehagen, in seiner Trauer von zu vielen Menschen beobachtet zu werden.
Andererseits ist der Kreis der Menschen, die von einem Verstorbenen Abschied nehmen möchten, manchmal größer als gedacht. Schön ist es, wenn all denen. die das möchten, der Besuch der Beerdigung ermöglicht wird, etwa durch eine Anzeige in der Zeitung oder durch andere Formen der Bekanntmachung.
In der Regel wird bei Beerdigungen "in aller Stille" kein Requiem gefeiert.
 
 
Welche Traditionen gibt es rund um die Bestattung eines Menschen?
Das Totengebet: Am Abend vor der Bestattung wird häufig in der Kirche ein Totengebet (früher: Rosenkranz) gehalten. Darin werden Gebete für den Verstorbenen, aber auch in allgemeinen Anliegen gesprochen. Traditionell übernehmen die Nachbarn das Totengebet, oder Angehörige von Vereinen oder Verbänden.

Läuten: In Ostercappeln und Schwagstorf ist es üblich, dass am Mittag vor dem Tag der Beerdigung für den Verstorbenen die Kirchenglocken läuten.

Gebetszettel: Zur Erinnerung an den Verstorbenen kann ein Gebetszettel gedruckt werden, der bei der Beerdigung verteilt wird. Ins Gesangbuch eingelegt kann er immer wieder zum Gebet für den Verstorbenen einladen.

Sechswochenmesse: Nach 40 Tagen, ungefähr sechs Wochen, ist ein wichtiger Abschnitt der Trauer beendet. Eine alte Tradition der katholischen Kirche sieht vor, dass dann noch einmal eine Heilige Messe für den Verstorbenen gefeiert wird. Nehmen Sie dazu bitte Kontakt mit dem jeweiligen Pfarrbüro auf.
 
 
Können Kinder, die in der frühen Schwangerschaft verstorben sind, bestattet werden?
In der frühen Schwangerschaft verstorbene Kinder unter 500 Gramm sind laut Gesetz nicht bestattungspflichtig. Die katholische Kirche setzt sich aber dafür ein, auch diese Kinder, die von der Empfängnis an ihre Menschenwürde besitzen, würdevoll zu bestatten.
Es besteht die Möglichkeit, das Kind individuell auf einer besonders dafür eingerichteten Gemeinschaftsgrabstelle auf den kommunalen Friedhöfen in Ostercappeln, Schwagstorf, Venne und Bad Essen zeitnah bestatten zu lassen. Es entstehen den Eltern keine Kosten.
Es besteht auch die Möglichkeit der Beerdigung auf einer evtl. vorhandenen Familiengrabstelle oder in einem Einzelgrab.
Über die Form der Bestattung und Begräbnisfeier (kirchlich oder „in aller Stille“) können betroffene Eltern oder deren Angehörige sich informieren über das Pfarrbüro oder beim ambulanten SPES VIVA-Hospizdienst unter Tel. 05473-290 (B.Lamker) oder 05473-1396 (A.Bohe).
Wir möchten betroffene Eltern darin bestärken, in der akuten Schocksituation Unterstützung in Anspruch zu nehmen.

 
 
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